Hohnstein 2018: 5 Tage Seminar zu NS-Geschichte

Mit knapp 20 Teilnehmenden waren wir im September 2018 5 Tage in und um Hohnstein im Elbsandsteingebirge unterwegs. An einem ersten Abend lernten wir uns kennen und gaben noch mal einen Überblick über die Geschichte der Weimarer Republik und den Aufstieg des Nationalsozialismus. Am nächsten Tag besuchten wir die Napoleonschanze und den Brand und frischten dabei noch mal das allgemeine Wissen über die Stationen des NS-Regimes auf. Am Nachmittag beschäftigten wir uns mit unserer Unterkunft: Der Burg Hohnstein die ab März 1933 als frühes Konzentrationslager benutzt wurde. Am Abend vertieften wir dieses Thema mit einem kleinen Film zum Thema und dem Aufbau unserer reichhaltigen Bibliothek. Für den dritten Tag stand unsere längste Wanderung des Seminars an, wir wanderten dabei von Amtshainersdorf durch das Sebnitztal und beschäftigten uns mit dem antifaschistischen Widerstand der Region im Allgemeinen und Widerständler_innen in den auf dem Weg liegenden Dörfern Ulbersdorf und Kohlenmühle. Einige unsere Teilnehmenden waren besonders ambitioniert und liefen mit uns noch 7 weitere Kilometer über den ehemaligen Vulkan Gigelsberg bis nach Hause. Am vierten Tag beschäftigten wir uns mit Kriegsgefangenschaft im Kreis und erneut mit der Rolle der Burg Hohnstein als sogenanntes Stammlager, also als zentrale Verwaltungsstelle für Kriegsgefangene in Ostsachsen. Ebenso thematisierten wir im Polenztal anhand des dort ehemals befindlichen Lagers „Schwalbe III“ die späten Konzentrationslager und Todesmärsche im Kreis. Den Abreisetag nutzten wir für die emotionale und inhaltliche Auswertung. Für uns alle waren es krasse, sehr inhaltliche und bewegende Tage, in denen wir alle von einander gelernt und eine gute Crew gebildet haben. Wir danken allen Teilnehmenden!

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