Konstruktive Konfliktbearbeitung

Wo Menschen sind, da ist auch Streit. Und wo Menschen zusammen wohnen, arbeiten und sich organisieren, gehören Konflikte erst recht dazu. Was sich oft anstrengend, nervig und verletzend anfühlt, ist gleichzeitig ein wichtiger Motor für die (Weiter-)Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungen und der Strukturen, in denen wir uns bewegen.

Oft vermeiden wir aber Konflikte, wir ignorieren sie so lange, bis es richtig knallt, oder wir bleiben in unserer Verletzung, unserem Trotz und unseren Mustern gefangen. Dem stellen wir unsere sogar umsetzbare Utopie entgegen: mit konstruktiven Bearbeitungsformen Konflikte dafür zu nutzen, Beziehungen und Strukturen bewusst so zu gestalten, dass sie sich an unseren Werten orientieren, zu unseren Bedürfnissen passen und gewaltfrei sind. Damit sind Konflikte nie nur persönlich, sondern immer auch politisch.

Die unterschiedlichen Trainings nach dem ATCC-Ansatz (Approche et transformation constructives des conflits) zielen darauf ab, Konfliktthemen rechtzeitig wahrzunehmen, sie konstruktiv zu bearbeiten und damit zu transformieren, d.h. sie zu wandeln statt sie zu lösen.

Die Trainings können ganz unterschiedliche thematische Schwerpunkte haben, z.B.:

  • individuelle Konfliktmuster
  • Macht und Ohnmacht
  • Integration und Ausschluss
  • Diskriminierung

Methodisch arbeiten wir mit unterschiedlichsten Mitteln, u.a. aus der Gestalt- und Theaterpädagogik sowie mit selbst entwickelten, erfahrungsorientierten Übungen.

Die Trainings zielen dabei v.a. auf bestehende Gruppen oder Arbeitszusammenhänge ab, die gemeinsam für die Zukunft lernen wollen, konstruktive Formen der Konfliktbearbeitung miteinander zu finden. Wichtig ist dabei, dass unsere Arbeit präventiv wirken soll, also bevor Konflikte so eskalieren, dass eine langfristige Prozessbegleitung oder Mediationsverfahren notwendig werden.