03. + 17.02.22 Alltagssexismus als Cis-Mann endlich solidarisch begegnen – für eine profeministische Praxis!

Dass Alltagssexismus existiert und seine Ausmaße bedenklich sind, ist auch bei vielen Cis-Männern angekommen, und allgemeine Solidaritätsbekundungen mit Betroffenen sind zwar übliche Praxis, aber nicht ausreichend. Denn in konkreten Alltagssituationen fragen sich betroffene FLINTA*Personen oft, wo sie denn sein sollen, die solidarischen Cis-Männer? Denn in der Realität scheitert ein solidarisches Handeln oft schon an einer fehlenden Problemwahrnehmung oder an der Unsicherheit, ob und wie eingegriffen werden kann.

Wenn sich Cis-Männer dann mit der eigenen Rolle und Verantwortung im Zusammenhang mit Alltagssexismus beschäftigen, besteht die Gefahr, dass Gefühle wie Schuld und Scham, die mit eigener Privilegierung im Patriarchat einhergehen, Schritte hin zu einer profeministischen Praxis verhindern. Gemeinsam wollen wir  in diesem Workshop die Grundlage dafür legen, eigenverantwortlich durch konkretes Handeln im Alltag einen solidarischen Umgang mit Betroffenen von Sexismus zu finden.

Der 2-teilige Workshop richtet sich an Cis-Männer. Beide Workshops gehören zusammen und bauen aufeinander auf. Meldet euch also bitte nur an, wenn ihr auch verbindlich an beiden Terminen teilnehmt.

Die Workshops werden von einem Cis-Mann und einer Cis-Frau durchgeführt.

      Teil 1. Von Schuld und Scham in die Verantwortung!

      Wann : 03.02.2022 18:00 – 21:00 Uhr
      Wo: Online (BigBlueButton)

Im ersten Teil werden wir durch Selbstreflexion und Biografiearbeit herausfinden, welche Verhaltensmuster und Gefühle uns daran hindern, in sexistischen Alltagssituationen einzugreifen. Dazu gehört auch, die eigene Wahrnehmung von unterschiedlichen Formen von Sexismus zu schärfen: Wo und wie treten sie auf, wann übersehe ich sie und was hat Sexismus eigentlich mit mir zu tun?

      Teil 2. Von der Verantwortung ins Handeln! 

      Wann : 17.02.2022 18:00 – 21:00 Uhr
      Wo: Online (BigBlueButton)

Im zweiten Teil wollen wir uns mit konkreten Strategien und „Werkzeugen“ ausrüsten, um Alltagssexismus in der Praxis solidarisch zu begegnen. In Rollenspielen probieren wir diese aus und reflektieren dabei die eigene Rolle und Haltung, wo Hürden lauern und welche Strategien uns helfen, diese zu überwinden – damit Feminismus nicht nur ein Schriftzug auf Jogginghosen bleibt!

Der Teilnahmebeitrag für diese Veranstaltung basiert auf Selbsteinschätzung. Ihr könnt euch also selber aussuchen, wie viel ihr bezahlen könnt. Ihr könnt z.B. euren eigenen Stundenlohn pro Stunde als Orientierung nehmen (also 3 x euer Stundenlohn pro Workshop). Wenn ihr wenig oder gar kein Geld habt, könnt ihr auch ohne finanziellen Beitrag teilnehmen. Bitte bedenkt, dass wir als Kollektiv und die referierende Person von unser Bildungsarbeit leben (müssen/wollen).

Hier könnt ihr euch anmelden!